Rinderhaltung in Österreich

Da von der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Alpenrepublik fast 60 % Grünland sind, stellen Rinderhaltung und Milchproduktion die wichtigsten Produktionszweige der Landwirtschaft dar.
Neben der Schweinehaltung bildet die Rinderhaltung in Österreich mit insgesamt rund 1,8 Millionen gehaltenen Rindern und rund 50.400 Rinder haltenden Betrieben (Stand 01.12.2024) einen wichtigen Anteil in der Gesamtproduktion der Landwirtschaft. Gegenüber 2023 entspricht dies einem Rückgang um 0,8 % beziehungsweise 15.400 Tieren. Ebenso sank die Zahl der Rinder haltenden Betriebe um 1,9 % auf 50.400. Die durchschnittliche Bestandsdichte lag abermals bei 36 Rindern je Betrieb. Der Produktionswert 2023 betrug 926 Millionen Euro und entsprach einem Anteil von rund 20 % an der tierischen Produktion.
Die Rinderhaltung zeigt sich differenziert zwischen der spezialisierten Rindermast vor allem in Regionen mit Ackerbau und der Milchwirtschaft im Grünland.
Auch die Rinderhaltung ist wie die gesamte Landwirtschaft geprägt von kleinen Strukturen, wodurch aber auch die Wettbewerbsfähigkeit stark erschwert wird.
Der österreichische Rindfleischmarkt ist traditionell geprägt von einer "Überversorgung" mit einem Selbstversorgungsgrad von rund 148 % (Wert 2023).
Aktuell zeigen sich besondere Herausforderungen zu Themen des Tierschutzes und den Zusammenhang Tierhaltung und Umweltaspekte (Emissionsminderungen).
Quelle: Statistik Austria, Rinderbestand 01.12.2024