Das passiert bereits jetzt in den Regionen

Inhaltsverzeichnis

Nachhaltige Entwicklungsstrategien für Stadt und Land

Das Ministerium verfolgt im Rahmen der Regionalpolitik und Raumentwicklung eine ganzheitliche Strategie, die das Beste für alle herausholt – unabhängig davon, ob Stadt oder Land. Im Mittelpunkt stehen die Erhöhung der Lebensqualität in ganz Österreich sowie größtmögliche Chancengleichheit für alle. Damit das gelingt, sind maßgeschneiderte Konzepte notwendig, die auf regionale Unterschiede eingehen, das große Ganze aber nie aus den Augen verlieren. All das erfordert Abstimmung und Zusammenarbeit auf allen Ebenen – von der EU über Bund und Länder bis hin zur lokalen Ebene.

Weitere Informationen dazu findest du hier:

Freizeit und Kultur

Freizeitmöglichkeiten und -einrichtungen bieten der regionalen Bevölkerung Erholung und Ausgleich, sind für die regionale Wertschöpfung wichtig und erfüllen häufig auch eine bedeutende soziale Funktion. Neben „harten Standortfaktoren“, wie beispielsweise schnellem Internet, sind solche „weichen Standortfaktoren“ für die Lebensqualität und die Entwicklung einer Region extrem wichtig – von Sportstätten oder Fahrradwegen, bis hin zu Kunst- und Kultureinrichtungen oder Vernetzungsräumen wie Jugendtreffs.

Da jede Region für sich selbst am besten weiß, welche Einrichtungen und Projekte für sie gut sind, unterstützt das BML dabei unter anderem im Rahmen des LEADER-Programms:

Unser Wald – ein wahres Multitalent

Knapp die Hälfte der österreichischen Staatsfläche ist Wald: Er ist Lebensraum für Tiere und Pflanzen, Erholungsraum für uns Menschen, liefert den nachhaltigen Rohstoff Holz und schafft zahlreiche Arbeitsplätze in den Regionen. Außerdem schützen unsere Wälder vor Naturgefahren, tragen durch die CO2-Speicherung zum Klimaschutz bei und sie filtern unser Wasser. Der Wald ist also ein wahres Multitalent. Doch der Klimawandel und steigender Schädlingsbefall setzen ihn zunehmend unter Druck. Ziel der Forstpolitik des Ministeriums ist es, die zahlreichen Ansprüche an den Wald auszugleichen, eine nachhaltige Bewirtschaftung und den Erhalt der Artenvielfalt sicherzustellen sowie diese grüne Lunge unseres Landes klimafit zu machen.

Wie das genau funktioniert und welche weiteren Maßnahmen das Ministerium setzt, erfährst du hier:

Schutz vor Naturgefahren – Wildbach und Lawinenverbauung

Kein Land hat sowohl in absoluten als auch in prozentuellen Zahlen einen höheren Anteil der Alpen in seinem Staatsgebiet wie Österreich. Was unser Land so atemberaubend schön macht, birgt aber auch Gefahren: Hochwässer, Muren, Rutschungen, Steinschläge und Lawinen sind in vielen Regionen seit jeher gefürchtete Naturereignisse. Um unsere Siedlungsräume bestmöglich zu schützen, investiert das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft deshalb mit dem klassischen Hochwasserschutz und der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) gemeinsam mit den Ländern und Gemeinden jährlich rund 160 Mio. Euro in den Schutz vor solchen Naturgefahren.

Weiter Infos zum Thema:

Nachhaltiger Wohn- und Arbeitsraum

Der Mensch braucht Raum zum Leben, Lernen und Arbeiten. Um Herausforderungen wie dem Flächenverbrauch oder Gebäudeleerstand entgegenzuwirken und gleichzeitig die Lebensqualität zu steigern, sindkluge Raumnutzungskonzepte sowie innovative und nachhaltige Baukonzepte notwendig. Besonders klimafreundlich ist dabei der Einsatz von Holz als Baustoff. Wurden lange Zeit vor allem Einfamilienhäuser aus Holz gebaut, scheinen heute die Möglichkeiten fast grenzenlos. Österreich ist beim Holzbau ganz vorne mit dabei: In Wien steht eines der höchsten Holzhochhäuser der Welt. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft fördert im Rahmen der Österreichischen Holzinitiative gezielt großvolumige Holzbauten im Wohnbereich und im öffentlichen Bereich, wie Schulen oder Gemeindebauten.

Weitere Infos:

Gewässerökologie

Wasser bedeutet Leben und Österreich ist in der glücklichen Position, eines der wasserreichsten Länder Europas zu sein. Trotzdem müssen wir auf den Wasserschatz achten und für unsere Gewässer mehr tun, um sie natürlicher zu gestalten. Egal ob Bäche, Flüsse oder Seen – das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft setzt sich für eine nachhaltige Nutzung und konsequente Ökologisierung unserer Gewässer ein.

Infos zu den Maßnahmen und Wissenswertes rund um unsere Gewässer:

Lebendige Zentren

Regionen brauchen lebendige Zentren – ob in der Stadt oder am Land: von gut erreichbaren Arbeitsplätzen und Einkaufsmöglichkeiten über moderne Gemeindezentren mit Einrichtungen der Daseinsvorsorge bis hin zu Gastronomie- oder auch Kultureinrichtungen. Deshalb unterstützt das Ministerium unsere Regionen im Rahmen des LEADER-Programms und der Dorferneuerung unter anderem bei der Umsetzung von Maßnahmen zur (Wieder-)Belebung von Orts- und Stadtkernen. Das hilft nicht nur traditionelle Zentren, sondern wirkt auch einem übermäßigen Flächenverbrauch an den Orts- und Stadträndern entgegen.

Weitere Infos holen:

  • LEADER als erfolgreiches Regionalentwicklungsmodell
  • Übersicht zur Raumordnung in Österreich

Lebendige Gastronomie

Österreich ist weltbekannt für seine Gastlichkeit und lange gastronomische Tradition. Die Palette ist breit und reicht vom Heurigen über das Café am Eck oder das Dorfgasthaus bis hin zur Almhütte und dem Hauben-Restaurant. Sie alle tragen zur regionalen Wertschöpfung bei, übernehmen als Treffpunkte nicht selten auch eine wichtige soziale Funktion und werden von Touristinnen und Touristen gleichermaßen geschätzt. Der Erhalt und die Unterstützung der heimischen Betriebe ist daher nicht zuletzt in den herausfordernden Zeiten wie diesen ein Anliegen des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft.

Weitere Infos:

Qualitätslandwirtschaft

Österreichs Bäuerinnen und Bauern erfüllen vielfältige Leistungen in den Regionen und für die gesamte Gesellschaft: Sie decken den Tisch der Menschen mit hochwertigen Lebensmitteln, pflegen die Kulturlandschaft, sorgen insbesondere am Land für Wertschöpfung und produzieren erneuerbare Energie. Im europäischen Vergleich sind die heimischen Betriebe sehr klein strukturiert und zumeist familiengeführt. Damit sie ihre für uns alle wichtigen Aufgaben weiterhin bestmöglich erfüllen können, setzt sich das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft für stabile Rahmenbedingungen ein, forciert die digitale Transformation am Hof und unterstützt die Betriebe mit zahlreichen Maßnahmen, von denen wir letztlich alle profitieren.

Weitere Infos zur heimischen Landwirtschaft:

Regionaler Genuss

Produkte aus der Region überzeugen in vielerlei Hinsicht: mit erstklassiger Qualität, kurzen Transportwegen und Unterstützung für die lokale Wirtschaft. Aber das Beste daran ist, Konsumentinnen und Konsumenten sowie Produzentinnen und Produzenten profitieren gleichermaßen! Wer den Geschmack der Region erleben und sichergehen will, woher die Produkte kommen, geht deshalb am besten zum Direktvermarkter bzw. Bauernmarkt oder achtet auf unsere staatlich anerkannten Gütesiegel.

Infos zu regionalen Lebensmitteln:

Kinderbetreuung und Bildung

Lebendige Regionen brauchen attraktive Kinderbetreuungs- und Bildungsangebote. Deshalb unterstützt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft mit „Green Care – Kinderbetreuung am Hof“ oder „Schule am Bauernhof“ naturnahe Betreuungs- und Bildungsangebote. Solche innovativen Projekte können Alternativen und Ergänzungen zu klassischen Formen der Kinderbetreuung und Bildung sein und bereits in jungen Jahren ein grundlegendes Verständnis für natürliche Zusammenhänge aufbauen.

Darüber hinaus bieten die Höheren Bundeslehranstalten des Ministeriums in ganz Österreich vielfältige Ausbildungsmöglichkeiten: von Land- und Forstwirtschaft über Gartenbau, Landschaftsgestaltung, Wein- und Obstbau, Ernährung, Biotechnologie und Landtechnik bis zu Digitalisierung sowie Umwelt- und Ressourcenmanagement. Die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Praktika im In- und Ausland tragen dazu bei, dass die Absolventinnen und Absolventen am Arbeitsmarkt sehr gefragt sind. Ergänzend werden über Förderprogramme der Ländlichen Entwicklung Weiterbildungs- und Beratungsangebote für Bäuerinnen und Bauern und deren Mitarbeiterinnen angeboten.

Weitere Infos zum Thema Bildung und Betreuung:

Bodenschutz

Der Boden ist unsere Lebensgrundlage! Ihn zu schützen und zu erhalten ist eine unserer wichtigsten Aufgaben. Unsere Böden ernähren uns - sie liefern die Nahrung, die guten Lebensmittel, die wir jeden Tag brauchen. Nicht nur deshalb wollen wir die Zunahme des Bodenverbrauchs weiter eindämmen: Der Boden ist auch Lebensraum für Pflanzen und Tiere, er reinigt Regenwasser, nimmt Schadstoffe auf, sorgt für sauberes Trinkwasser und speichert Kohlenstoff.

Mehr Infos zum Bodenschutz und Bodenverbrauch:

Innovative Arbeits- und Begegnungsräume

Unser Leben und unsere Arbeitsrealität hat sich in den letzten Jahren massiv verändert. Die Coronakrise hat diese Entwicklung zusätzlich beschleunigt. Neben Herausforderungen bringt dies vor allem auch große Chancen: Die Digitalisierung legt in Verbindung mit neuen Arbeits- und Begegnungsräumen wie Co-Working Spaces den Grundstein für ein innovatives Umfeld und neue Beschäftigungsformen – und zwar unabhängig vom Standort. Das schafft bisher ungeahnte Chancen für Unternehmen und Start-ups, aber auch für deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Sinne der leichteren Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Im Auftrag des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft unterstützt die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG deshalb die digitale Anschlussfähigkeit unserer Regionen.

Hochwasserschutz

Wasser als Naturgewalt führt uns bei Hochwasserereignissen aber auch immer wieder die Bedeutung eines umfassenden Hochwasserschutzes vor Augen. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft investiert daher in ein umfassendes Hochwasserrisikomanagement – von der Vorsorge über die Realisierung nachhaltiger baulicher Maßnahmen bis hin zur Bewältigung von Hochwasserereignissen. Aber jeder und jede von uns kann im Rahmen der Eigenvorsorge einen wichtigen Beitrag leisten.

Infos und Karten zum Hochwasserschutz:

Nachhaltige Verkehrskonzepte

Unsere Welt ist in den letzten Jahrzehnten vernetzter und verflochtener geworden. Was im Großen als Globalisierung bezeichnet wird, erlebt auch jede und jeder von uns im Alltag. Umso wichtiger sind neben der digitalen Vernetzung auch nachhaltige und gute Verkehrsanbindungen für unsere Regionen – innovative Konzepte inklusive.

Mehr zum Thema Raumordnung und Mobilität findet sich hier:

Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung

Egal ob in den Städten oder Dörfern: Aus Österreichs Wasserhähnen fließt gesundes, glasklares, bestens kontrolliertes Trinkwasser. Was bei uns selbstverständlich ist, ist es in vielen anderen Regionen Europas keineswegs. Der durchschnittliche Trinkwassergebrauch beträgt hierzulande ca. 130 Liter pro Kopf und Tag (ohne Einbeziehung von Gewerbe, Industrie oder Großverbrauchern), was knapp einer durchschnittlichen Badewanne entspricht.

Wie beim Trinkwasser sind wir auch bei der Abwasserentsorgung im europäischen Spitzenfeld: Nur in wenigen Ländern sind mehr Haushalte an kommunale Kläranlagen angeschlossen als in Österreich. So schützen wir die kostbare Ressource Wasser und die Umwelt. Deshalb fördert und unterstützt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft die kommunale Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung. Darüber hinaus kann aber auch jede und jeder von uns etwas beitragen.

Mehr Infos und nützliche Alltagstipps finden sich hier: