Baustart für Hochwasserschutz am Granitzenbach

Ein Foto beim Spatenstich zum Hochwasserschutz Granitzenbach in der Steiermark.
Foto: Maximilian Gutjahr

Mit dem Spatenstich für das Rückhaltebecken 3 beginnt die Umsetzung für ein bedeutendes Hochwasserschutzprojekt für die Bürgerinnen und Bürger in Weißkirchen in der Steiermark.

Das Rückhaltebecken 3 erstreckt sich entlang des Granitzenbaches zwischen Fluss-km 10,8 und 12,3. Es wird als kombiniertes Haupt-Nebenschlussbecken mit gesteuertem Grundablass ausgeführt. An seiner höchsten Stelle ist es ca. 10 Meter hoch. Mit einem Volumen von rund 300.000 m³ wird das Becken den Abfluss eines hundertjährlichen Hochwassers von 138m³/s auf 107m³/s verringern und so zu einer signifikanten Reduktion des Hochwasserrisikos beitragen.

Abhängig von den örtlichen Gegebenheiten kann es erforderlich sein, dass eine Kombination von Maßnahmen notwendig ist um den vollen Schutz vor einem hundertjährlichen Hochwasserereignis zu erlangen. So ist es in Weikirchen notwendig noch ein weiteres Rückhaltebecken und ergänzende Linearmaßnahmen umzusetzen. Das Rückhaltebecken 3 ist erst der erste wichtige Schritt.

Hochwasserschutz verbunden mit ökologischen Maßnahmen

Um möglichst viele der bestehenden ökologischen Strukturen zu erhalten bleiben die vorhandenen Teiche mit ihrem Bewuchs so weit wie möglich unberührt. Für die Strukturierung des auf einigen Metern zu verlegenden Granitzenbaches und auch des Siedingerbaches werden im ursprünglichen Gewässerbett gesicherte Strukturelemente (Steine, Wurzelstöcke, Totholz, usw.) wiederverwendet. Mehrere Flächen im und um das Becken werden ökologisch aufgewertet und die Durchgängigkeit des Granitzenbaches wird hergestellt.

Insgesamt werden rund 15,4 Millionen Euro in den Schutz von 930 Bürger:innen und 332 Gebäuden investiert. Dabei trägt das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft 44,7% (6,9 Millionen Euro) der Kosten. Das Land Steiermark übernimmt 40% (6,1 Millionen Euro) und die Marktgemeinde Weißkirchen 15,2 % (2,4 Millionen Euro).